Kultur als Fundamentalfaktor in der Unternehmensentwicklung

Bill Clinton’s vorlaute These It’s the economy, stupid“ ließ seinerzeit seine Gefolgsleute aufhorchen. Im politischen Wettstreit geraten ökonomische Zusammenhänge oft ins Hintertreffen. Bei firmenbezogenen Veränderungen kann sich dies leicht aus den mit der Umgangskultur verbundenen Herausforderungen ergeben. Dennoch: Die Ergebnisse vieler Synthetron-Diskussionen einfach mit der Antwort „It’s the culture“ zusammen zu fassen, würde zu kurz greifen. Aufmerksamkeit an sich ist schön und gut. Wichtiger ist, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. „Kultur“ ist keine Nebenbedingung, kein „nice to have“, das sich hinter betrieblichen Weichenstellungen, hinter Investitionen, Akquisitionen und „u. a.“ einzureihen hat. „Kultur“ ist der Fundamentalfaktor für jegliche Unternehmensentwicklung. Zieht das Führungsteam im Ganzen am selben Strang, gibt es geschriebene und ungeschriebene Regeln, sich auszutauschen, sich zu entscheiden und dann das Entschiedene auch umzusetzen? Sind Ehrlichkeit und Verantwortung tief verwurzelt? Das trennt ganz entscheidend Erfolg von Misserfolg.

 

Mit einem Blick hinter die Kulissen laden wir Sie und Ihr Umfeld heute ein weiteres Mal ein, das Spektrum von Synthetron-Anwendungen noch besser kennen zu lernen:

Leadership ist ein aktuell in vielen Unternehmen virulentes Thema. Analysiert man die sprachlich innerhalb einer firmeninternen Synthetron-Diskussion verwendeten Formulierungen, sticht in den allermeisten Fällen sofort ins Auge, wie zurückhaltend sich die Teilnehmer (und es sind zumeist obere Führungskräfte!) äußern. Wir stoßen sehr oft auf ein „man sollte“ und „es wäre“. Formulierungen, die ausdrücklich auf Eigenverantwortung verweisen wie ein starkes „ich will“ und „wir müssen“, finden sich dagegen deutlich weniger. Fehlt es dazu an Bereitschaft? Ist Führung trotz Matrix und Empowerment nach wie vor nur „ganz oben“ angesiedelt?

 

Mit einer Frage „Stellen Sie sich vor, Sie können Ihrer Aufgabe ohne jegliche Einschränkungen nachgehen – was ist dann fundamental anders?“ holen wir Teilnehmer aus dieser eher reaktiven Komfortzone heraus. Mancher sagte uns danach, wie sehr ihm ein Antworten darauf wie eine geistige Lockerungsübung vorgekommen sei. Dies ernst genommen, bedeutet „Leadership“ für das Top-Management, fallweise solche Freiräume zu schaffen. Beispielsweise kann ein Lernen von den sogenannten Millenials oder auch ein Wettbewerb zu Digitalisierungsprojekten Denk-Türen öffnen.

Sie fragen sich manchmal, wie es um das Beziehungsgeflecht zwischen internen und externen Experten steht? Dazu nahm kürzlich ein unternehmensübergreifender Kreis von Teilnehmern Stellung. Die aus dieser virtuellen Runde gewonnenen Einschätzungen finden Sie in nachfolgendem Schaubild:

Synthetron-Sessions können mittlerweile in 15 Sprachen weltweit durchgeführt werden. Dazu gehören auch Anwendungen in ungarischer und seit kurzem in chinesischer Sprache.

Einen spannenden Ansatz zum Thema Unternehmenskultur findet man beim Verein „Kindernothilfe e.V.“. Der im Segment „Jobs & Karriere“ aufrufbare „Cultural Fit Evaluator“ führt in drei Schritten nicht nur zu einem individuellen Score, sondern auch zu einem persönlichen Report – also zu einer Handreichung, die Licht ins Dunkel der Selbsteinschätzung bringt – und dies völlig unabhängig von der eigenen Absicht, sich bei dem Verein zu engagieren oder nicht. Wissenschaftlich geprüft? Da muss man nochmals nachfragen.