Mut zur unentdeckten Unternehmung

Hand auf’s Herz: Würden die meisten von uns ehrlich und in Gänze ihr Umfeld betrachten, müssten sie zugeben, durchaus noch im vor-digitalen Zeitalter zu leben. Sicher, sehr Vieles hat sich verändert. Doch der große Brocken kommt noch. Und wie er kommt, darüber gibt es durchaus geteilte Meinungen und auf jeden Fall noch keine gesicherten Tatsachen.

Insofern kann man der Zukunft mit Neugier oder mit Verunsicherung entgegensehen. Manchen bleibt ein entspanntes „Hier und jetzt“. Das ist im Business jedoch kaum Erfolg versprechend.

Oft beschreibt dieses „entweder Neugier oder Verunsicherung“ die Wasserscheide zwischen Management und Mitarbeitern. Zoomt man näher heran, dann ist dies auch die Wasserscheide zwischen Top-Management und Management. Die Formel „je abhängiger desto verunsicherter“ mag zwar sehr schlicht klingen. Sie steht jedoch dafür, dass (individuelle) Spielräume darüber entscheiden, wie sehr man sich die sogenannte digitale Transformation zu eigen machen kann.

Sich persönlich beteiligt zu fühlen, ist ein erster Schritt auf einen solchen Spielraum hin. Jetzt sich obendrein noch eingeladen zu wissen, eigene Ansichten und Vorschläge zu äußern, kann Mut machen. Vorausgesetzt, die Antwort darauf holt den Einzelnen mit Empathie ab, ist das die Brücke, um wirklich gesehen zu werden.

Durch unser Angebot live moderierter Online-Diskussionen erleben wir eine große Spannweite im Umgang mit den digitalen Entwicklungen. Themen wie ‚Zufriedenheit‘, ‚Bereitschaft im Unternehmen zu verbleiben‘, ‚Verständnis von Werten und deren Übersetzung in Verhalten‘, ‚Einsichten aus Marktkontakten heraus‘, ‚Change- und Projekterleben‘, ‚Umgang mit Zielvorstellungen‘ und manches andere mehr führen per intensiver Live-Interaktion in den relevanten Gruppen dazu, Einstellungen differenziert zu reflektieren und Wege zu finden, um vorhandene Ziele zu erfüllen oder selbst diese zu kreieren.

Wesentlich ist, mit unserer Art der Moderation dazu beizutragen, sich als teilnehmende Gruppe nicht in einer Opferrolle zu verstricken. Aufgefordert zu sein, vom eigenen Ich aus Ideen, Vorschläge, ja auch Lösungen beizusteuern, hilft dabei. Weil man bei Synthetron im gleichen Atemzug sieht, dass Kolleginnen und Kollegen solche Vorschläge ebenfalls äußern, verändert gerade auch das die Einstellung von möglicher Hilflosigkeit zu plötzlichem Engagement.

Mit dieser Neugier an Neuem Zug um Zug im Unternehmenskontext vorzugehen, heißt, sich einer bisher unentdeckten Unternehmung 2.0 (oder auch 4.0…) schrittweise zu nähern. Wo sind bereits Schnellboote, die Mut machen? Gibt es evtl. schon Leuchttürme, die sich auf einer breit angelegten Konferenz vorstellen lassen? Wie ist es um eine Wissensunterstützung durch Master- und Mentoring-Programme zum Sprung ins Neue bestellt? Können oder müssen sogar bisherige Machtverhältnisse angesichts neuer Arbeitspraktiken in Frage gestellt werden? Mancher Beteiligte wird zum Botschafter. Viele werden zu Vorbildern. Durch fortschreitende Vertiefung mit jeweiligem Cross-Check verhelfen fachliche und kulturelle Netzwerke zu neuen Normen. Verbunden mit mehr und mehr Echtzeit-Iterationen, mit einem Lernen aus Fehlanläufen, ist auch Messbarkeit angesagt. Aus einem vor-digitalen Setting erwächst schließlich eine inspirierend performante Agilität.